Bargeldloser Zahlungsverkehr – das neue Zeitalter ohne Bargeld

Dieser Artikel wurde von ROLLENLAND am 16.07.2020 erstellt

Das Zahlungsverhalten der Deutschen hat sich in den letzten Jahren verstärkt hin zu einem bargeldlosen Zahlungsverkehr entwickelt. Wo früher nur größere Beträge per Scheck oder EC-Karte bezahlt wurden, werden heute auch die Brötchen vom Bäcker mit Plastikkarten bezahlt. Die Corona-Krise hat den Trend zum bargeldlosen Bezahlen extrem beschleunigt.

Was ist bargeldloser Zahlungsverkehr überhaupt?

Der bargeldlose Zahlungsverkehr bezeichnet das Bezahlen an der Ladenkasse und das allgemeine Begleichen von Rechnungsforderungen ohne den Einsatz von Bargeld. Das Zahlungsverhalten hat sich die letzten Jahre zunehmend vom klassischen Bezahlvorgang mit Bargeld hin zum bargeldlosen Zahlungsverkehr entwickelt. Die moderne Technik hat neben klaren Vorteilen auch einige Nachteile.

Vorteile der bargeldlosen Bezahlmethode:

  • Schnelle Abwicklung
  • Geldausgaben sind nachträglich transparent nachvollziehbar
  • Umweltfreundlich, da Verzicht auf die Geldherstellung

Der elektronische Zahlungsverkehr hat aber auch einige Nachteile:

  • Schlechte Übersicht für den Kunden
    (kein Überblick über verfügbares Geld im Geldbeutel)
  • Spezielle Lesegeräte nötig für den Bezahlvorgang
  • Schlechter Datenschutz (anonyme Käufe sind nicht möglich)

Das neue Zahlungsverhalten – diese Möglichkeiten gibt es beim elektronischen Zahlungsverkehr

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Neben dem heute nur wenig zum Einsatz kommenden Scheck und der Kreditkarte, nimmt vor allem die Bedeutung der Bezahlmethode mit der Girokarte und dem kontaktlosen Bezahlen zu. Schon seit vielen Jahren besteht die Möglichkeit, beim Einkauf die Kartenzahlung zu wählen – mittlerweile hat sich diese Zahlungsmethode fest etabliert. Auch für Kleinbeträge gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen. Mittels eines NFC-Chips werden die Kartendaten per Funk an das Bezahlterminal übertragen. Der Vorgang erfolgt besonders schnell und erfordert keinen Körperkontakt zum Eingabegerät. Neue Möglichkeiten bieten Smartwatches und Smartphones für den Bezahlvorgang. Google Pay ist das System des Internetgiganten und unterstützt ebenfalls diese Zahlungsmethode.

Der Einfluss der Corona-Krise auf den bargeldlosen Zahlungsverkehr

Die Corona-Krise hat den Trend zum bargeldlosen Zahlungsverkehr deutlich verstärkt. Im Zuge der Hygienevorschriften wurden auch Geldscheine und -münzen als potenzielle Virenüberträger identifiziert. Bargeld, das täglich hundertfach durch viele Hände geht, könnte dem Virus bei der Verbreitung helfen. Kartenzahlungen und besonders das kontaktlose Bezahlen genügt höchsten Hygienestandards, da keinerlei Kontakt mehr für den Zahlungsvorgang nötig ist. Das Infektionsrisiko sinkt damit auf ein Minimum. Seit Beginn der Krise hat etwa jeder Vierte nach einer Umfrage des Bankenverbands auf die Bargeldzahlung bewusst verzichtet. Hinzu kommt, dass schon zuvor jede dritte Person sowieso meistens bargeldlos bezahlt hat. Nur bei über 60-Jährigen ist die Bedeutung des Bargelds noch sehr hoch und jeder Zweite bezahlt grundsätzlich auf diese Weise.

Hat der bargeldlose Zahlungsverkehr Vorteile für die Umwelt?

Der Zahlungsverkehr ohne Bargeld hat durchaus Umweltvorteile. Die Herstellung des Bargelds, besonders der Münzen, ist mit enormem Energieeinsatz verbunden. Das einzige, das bei einem Kauf dann noch durch die Kunden Hände geht, sind die Kassenbons und Quittungen. Damit auch diese ihren Beitrag zu einem nachhaltigen Kauf leisten, gibt es mittlerweile umweltfreundliche Öko-Bonrollen. Diese speziellen Thermorollen werden aus recyceltem Papier hergestellt und leisten so einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung.

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Fazit

Bargeldloses Bezahlen wird langsam aber sicher das Bargeld ablösen. Die Methode bietet entscheidende Vorteile für die Verbraucher und die Händler und bietet eine besonders hygienische Möglichkeit der Zahlung. Zusammen mit Öko-Bonrollen ist bargeldloses Zahlen nachhaltiger und umweltfreundlicher als die Zahlung mit Bargeld.

Häufig gestellte Fragen

Bleibt die Bonpflicht auch bei bargeldlosen Zahlungen bestehen?

Ja, da erst mit der Ausstellung des Bons die Zahlung bestätigt wird. Zudem hat die Bundesregierung seit 2020 eine Bonpflicht eingeführt.

Können Geldscheine und Münzen Coronavirus übertragen?

Grundsätzlich ja, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering. Die Viren sterben recht schnell auf metallischen Oberflächen. Die Übertragungswahrscheinlichkeit bei Münzen ist eher gering. Dagegen halten sich die Viren auf Geldscheinen wesentlich länger.

In welchen Ländern wird bargeldlos bezahlt?

Beinahe auf der ganzen Welt wird bargeldlos bezahlt. In Asien und den USA nimmt diese Zahlungsmethode aber eine wesentlich höhere Bedeutung ein als in Europa.


Bildquelle: ©iStock.com /dragana991

Frau hält Geldscheine in der Hand

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